Front National holt 10 %

Obwohl weit unter dem nationalen Durchschnitt von ungefähr 25 % ( das ist jeder Vierte !!! ) finde ich das Ergebnis von 10 % hier in Beaufort sur Gervanne immer noch sehr sehr hoch. Viel zu hoch, gerade wenn man sich das Programm der Front National (z.B. Wiedereinführung der Todesstrafe ??? = anschaut oder direkt die Kommentare von Frau Le Pen, die unverhohlen verkündet sie wolle „Europa von innen zerstören und blockieren“.

Erschreckend finde ich, dass solche Sprüche immer wieder funktionieren, obwohl wir in Europa nun doch weiss Gott Erfahrungen mit solche Sprücheklopfern gemacht haben. Franzosen macht die Globalisierung und deren Folge Angst und glauben immer noch sie müssen sich davor schützen ( was einfach nicht funktioniert ) statt dies als Chance anzunehmen.

Was ist denn Europa? Vor nicht einmal 70 Jahren lag Europa in Trümmern und heute fahren wir über die Grenze – ohne Kontrollen. Wir zahlen im der gleichen Währung. Wir haben die Freiheit innerhalb der EU zu wohnen. Wo ist denn bitte das Problem? Das Problem ist nicht zu viel EU – das Problem ist eindeutig zu wenig EU.

Und die Probleme hier in Frankreich sind nun wirklich nicht durch die Wiedereinführung der Todesstrafe, das Dichtmachen der Grenzen oder ähnlichen dümmlichen Spassveranstaltungen zu lösen.,

#daskannjaheiterwerden

Mediaterranes Kartoffelmassaker

Ein wenig angejunkt von diesem Rezept und Blog habe ich mich gestern ernsthaft ans Werk gemacht. Kochen ist einfach nicht mein Ding, aber mir war gestern wirklich nicht nach Standard 0815 und habe mich an den Herd gewagt. Nun kenne ich den Geschmack nicht von dem Original, meine Variante war aber echt lecker. Optisch erinnerte meine Version allerdings eher an ein „Massaker“ als an den soeben verlinkten „Landluft Blogbuster“. Aber das letzte Rezept wird das nicht sein. :-) Vielversprechend klingt diese Headline „Aus dem Ärmel geschüttelt“.

Nachdem die Exschwiegereltern ihr Kommen für diesen Sonntag angekündigt haben, werde ich mich heute Abend nochmal unters Volk in Valence werfen.

Beaufort sur Gervanne

Geografie

Beaufort-sur-Gervanne liegt 45 Km von Valence und 15 Km von Crest entfernt.

Geschichte

Beaufort-sur-Gervanne liegt mitten im Tal der Gervanne, durch den man zum Vercors gelangt. Seit der Antike nutzt es seiner zentralen geografischen Lage, wie die 1740 entdeckten Fragmente von Schwertklingen, Speeren, Sichern und Armbändern es beweisen. Seit der galloromanischen Epoche wird aufgrund der guten Qualität des Bodens im Tal der Gervanne Landwirtschaft betrieben.
Im Mittelalter haben die Machtkämpfe der Fürsten, der Bischöfe und der großen Familien in der Dauphiné die Geschichte von Beaufort und seiner Umgebung stark geprägt.

Im 15. Jahrhundert war Beaufort mehrheitlich protestantisch. Während der Religionskriege im 16. Jahrhundert hat die Bevölkerung von Beaufort unter dem ständigen Machtwechsel zwischen Katholiken und Protestanten gelitten. Die evangelische Kirche von Beaufort zeugt von der großen Rolle, die der Protestantismus in der ganzen Region gespielt hat. Marc Boegner, eine bedeutende Persönlichkeit des französischen Protestantismus, begann seine Laufbahn in Blacons, einige Kilometer südlich von Beaufort, bevor er 50 Jahre lang Präsident des Französischen Protestantischen Bund wurde. Lange Zeit waren die Geschäfte in Beaufort geteilt: in dem einem Teil wurden die Katholiken bedient, im anderen die Protestanten. Die Katholiken hatten ihre eigene Schule, während die Protestanten zur nicht konfessionellen, staatlichen Schule gingen.

Während des Staatsstreichs von Louis-Napoléon Bonaparte am 2. Dezember 1851 war Beaufort und die ganze Region Schauplatz eines Aufstandes von Republikanhängern. Nach der Schlacht bei Blacons wurden sie im Turm von Crest gefangen gehalten.

Während des 2. Weltkriegs war Beaufort eine Hochburg der Résistance. Hier ist ist die Compagnie Maurin zu erwähnen, der sich 47 Einwohner von Beaufort angeschlossen haben. Als Repressalien haben die Deutschen Beaufort im Juni 1944 bombardiert und im Juli 1944 zum Teil niedergebrannt. Heute kann man den alten historischen Teil vom wiederaufgebauten Teil klar unterscheiden.
Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war Beaufort ein florierender Wirtschaftsplatz mit vielen Märkten, Einzelhändlern und Handwerkern. Anschließend erlebte es einen starken Rückgang, bis ein Betrieb von ätherischen Ölen sich 1980 aufgrund der vielfältigen Flora im Tal der Gervanne in Beaufort niederließ. Zeitgleich entwickelte Beaufort den Tourismus in der Region, so dass Beaufort heute einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt und die Zahl der Zugezogenen wieder steigt.